ABSTRACT
Wann immer sich der Mensch bewusst bewegt, um sich durch die Welt zu bahnen, möchte ich vom Gehen sprechen. Dieser ganz urtümlichen Existenzweise kommt auch eine verbindende Funktion zu: Zu Gehen ist der Zugang zu anderen Menschen, ein Kongregieren in Raum bei Abhängigkeit seiner Gestaltung. Ein solches soziales Verständnis über das Gehen entfalte ich in drei Schritten: Zunächst muss es notwendigerweise in jene Sinnkategorien eingelassen werden, die es im Vollzug miteinander verbindet. Dabei tun sich die drei Aspekte »Ort«, »Raum« und »Zeit« auf, die der ihrer »Grenze« knapp theorisiert und dann im Gehen miteinander verbunden werden. Im nächsten Schritt möchte ich dann das Gehen als eminente, selbstbestimmte Bezugsweise des Menschen zu seiner Umwelt vorstellen und hierbei auf den »Weg« als dessen Ergebnis anspielen. Schließlich gehe ich im letzten Teil auf die soziale Bedeutung des Gehens ein.